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Bete für Rohingya

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Wut in all dem Leid

August 13, 2026 by Staff

Frau Kas ist vor etwas mehr als einem Jahr in ihrem neuen Heimatland angekommen. Ihr Mann lebte bereits seit mehreren Jahren hier. Er arbeitete Jahre, um genug Geld zu verdienen und seine Frau und ihre 13-jährige Tochter nachholen zu können. Endlich, nach Jahren der Trennung, waren sie wieder zusammen!

Eines Nachmittags erhielt ich einen Anruf. Ich solle vorbeikommen, da bei Frau Kas, die mit dem zweiten Kind schwanger war, die Wehen eingesetzt hatten. Schnell eilte ich zu ihr, um sie zu sehen und für sie zu beten. Dann brachte ihr Mann sie zum Krankenhaus.

Ein paar Tage später erhielt ich einen weiteren Anruf: „Komm bitte! Kas ist aus dem Krankenhaus zurück.  Unser Baby ist gestorben.“ Das war nicht die Nachricht, die ich erwartet hatte.

Wir fuhren sofort zu ihr nach Hause. Als wir hereinkamen und Kas uns sah, schrie sie auf und weinte. Ihr Weinen werde ich nicht so schnell nicht vergessen. Es hörte sich nach abgrundtiefer Trauer, Kummer und Leid an. Wir gingen zu ihr und hielten sie fest. Wir saßen bei unserer Freundin in ihrem Schmerz und weinten lange Zeit gemeinsam.

Ich war mit ihr traurig, aber ich realisierte in mir noch ein anderes Gefühl, das mich überwältigte: Wut! Ich war zornig mit Gott und fragte den Vater im Himmel: „Warum musste das passieren? Hast du all unsere Gebete nicht gehört? Hat sie und ihre Familie nicht schon genug Leid ertragen? Das alles hätte einfach nicht so passieren dürfen… .“ Ich konnte und kann immer noch nicht verstehen, warum das geschehen ist. 

Als wir dort beieinandersaßen, wurde mir bewusst, in welch zerbrochener Welt wir leben. Aber im tiefsten Inneren kam mir auch Trost in den Sinn! Mir wurde bewusst, dass wir in all diesem Leid nicht allein sind. Gott hat in seiner Güte einen Weg gebahnt, um uns im Zerbruch neues Leben zu geben. Gott ist denen nahe, die zerbrochenen Herzens sind! In diesem Moment spürte ich sein Nahesein. Sein Trost war wie ein Leuchtfeuer in der Nacht. Wir konnten für Kas da sein und sie trösten, sie wie ein Feuer in der Nacht wärmen. Aber Gott allein ist die wahre Quelle bleibenden Trostes.

Gebetsanliegen: 

  • Betet dafür, dass die Rohingya inmitten ihres tiefen Schmerzes und all ihrer Sorgen den Trost des lebendigen Herrn Jesu Christi erfahren. 
  • Betet dafür, dass in den Herzen voller Leid, Trauer und des Todes neues Leben in Christus entsteht.

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